Fremdenverkehrsamt

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  Kurze Zusammenfassung zur legislativen Entwicklung des Tourismus
 

Die ursprüngliche Grundvorstellung des Tourismus als natürliche Sache, nur den wenigen Auserwählten vorbehalten, die eine gewisse kulturelle Bildung, eine groβe Abenteuerlust und Neugierde sowie die erforderlichen finanziellen Sicherheiten besaβen wurde aus verschiedenen Gründen zugunsten eines sozialen, nur dem Adels- und Bürgerstand vorbehaltenen Tourismus aufgegeben.

Bis zu dem Moment, als der Staat den ökonomischen Wert dieses Phänomens anerkannte und entsprechende Bestimmungen festlegte.

Das Königliche Dekret vom 15/4/1926 Nr. 765, umgewandelt in das Gesetz vom 01/7/1926 Nr. 1380, verbindet den Tourismus mit der bedeutenden Rolle, die die Anwesenheit der in- und ausländischen Touristen, die zu allen oder nur einigen Jahreszeiten Kur-, Entspannungs- und Vergnügungsurlaub suchen, in der lokalen Wirtschaft  besetzt.

Dieses Gesetz legte den Grundstein für die Gründung des Fremdenverkehrsamtes, indem es die Eigenschaften, die Kompetenzen, die Betriebsführung und die territorialen Einschränkungen festsetzte.

Insbesondere wies der 3. Absatz des Gesetzes auf die Finanzierungsmöglichkeiten hin, die sich ergaben aus:

  • der Kurtaxe

  • dem speziellen Kurbeitrag

  • dem speziellen Beitrag für Vergnügungs - und Unterhaltungsveranstaltungen. 

Mit der Gründung des Ministeriums für Tourismus und Veranstaltungen gemäβ Gesetz vom 31/7/1959 Nr. 617 wurde unter anderem die Neugestaltung der touristischen Randorganisation durch das Dekrets des Präsidenten der Republik 27/8/60 Nr. 1042 für die Fremdenverkehrsämter und D.P.R. 27/8/60 Nr. 1044 für die Fremdenverkehrsämter der Provinz festgesetzt.

Trotz der Beibehaltung des Aufbaus und der Philosophie des vorherigen Gesetzes kürzten diese Maβnahmen auf beachtliche Weise den bürokratischen Teil, wodurch sich die Ämter zu effizienteren und wirksameren Einrichtungen entwickelten. Und so erzielten die Fremdenverkehrsämter im Laufe ihrer über vierzigjährigen Tätigkeit die Ergebnisse, die vom Gesetz vorgesehen waren, was durch den hochwertigen Tourismus bezeugt wird.

Die Gründung des Regionalen Amtes und die Machtübertragung in bezug auf den Tourismus, die zuerst von dem Dekret D.P.R. 14/1/72 Nr. 6 und später von dem D.P.R. 24/7/77 Nr. 616 festgelegt wurde, und insbesondere die unveränderten Anforderungen an die Umwelt, die Ökonomie und die Kultur machten eine weitere Umgestaltung der subregionalen Touristenorganisation erforderlich.

Obwohl der Staat die Macht der Regionen in der Erlassung von Gesetzen im Tourismusbereich anerkannte, hielt er es für notwendig, einige allgemeine Bestimmungen festzulegen, die für das gesamte nationale Territorium gültig waren, um der gesamten Organisation eine neue Ordnung zu geben, um Verwirrungen und Desorientierungen bei den Gästen zu vermeiden.

So entstand das Gesetz 17/5/1983 Nr. 217, auch als das “Rahmengesetz für den Tourismus” bekannt, das einige Regionen dazu verleitete, eine Umgestaltung durch die Gründung der Regionalen Werbeunternehmen für den Tourismus vorzunehmen.

Dieses Gesetz wurde mit dem vom 29/3/2001, Nr. 135 neu abgefasst und in „Reform der nationalen Gesetzgebung des Tourismus“ umgetauft. In dem Art. 5 des erwähnten Gesetzes 135/01 sind die lokalen touristischen Systeme  festgelegt, die die natürliche Entwicklung der heutigen italienischen Tourismusorganisation darstellen.

ART. 5
(Lokale Tourismussysteme)

Unter Beibehaltung der von der Gemeinschaftsregelung vorgegebenen Einschränkungen in bezug auf die Staatshilfen an Unternehmen bestimmen die einzelnen Regionen, je nach den unter Art. 6 des vorliegenden Gesetzes verfügbaren Mitteln, die Art und das Ausmaβ der Finanzierung von Entwicklungsprojekten der lokalen Tourismussysteme, die von öffentlichen oder privaten, von einzelnen oder assoziierten Unternehmen ausgearbeitet wurden und die folgenden Zielsetzungen verfolgen:

a)     Förderung der Aktivitäten und Vorgänge von Ansammlung und Integration der Touristikunternehmen auch in Form von Kooperativen, Konsortien und Gesellschaftsaufnahmen;

b)    Aktuelle intersektoriale und infrastrukturelle Maβnahmen, die für die Qualifikation der Touristikangebote und die urbanistische und territoriale Umgestaltung  der von touristischen Einrichtungen stark interessierten Orte erforderlich sind;

c)     Förderung der technologischen Innovation der Informations- und Aufnahmeeinrichtungen für Touristen unter Berücksichtigung der Dienstleistungsstandrads, wie unter Art. 2, Abs. 4, Buchstabe a);

d)    Förderung der Umgestaltung der Touristikunternehmen unter vorrangiger Berücksichtigung der Anpassung an die Sicherheitsnormen, der Klassifizierung und der Standardisierung der touristischen Dienstleistungen, insbesondere in bezug auf die Entwicklung der Qualitätsbezeichnungen, der Umwelt- und Qualitätszertifikate und der Produktvereinigung sowie auf den Imageschutz  des lokalen Touristikprodukts;

e)     Begünstigung des telematischen Marketing der typischen Touristikprodukte zur Optimierung der entsprechenden Vermarktung in Italien und im Ausland.

 

Auch die Region Kampanien verfolgte mit dem eigenen Gesetz 25/8/1987 Nr. 37, diese Umgestaltung der kampanischen Touristikorganisation.

Unterschiedliche Gesetzgebungen, die von den Regionalen Referaten für den Tourismus übernommen wurden, die sich nach und nach in diesem Amt abwechselten, kamen aufgrund der fehlenden Festsetzung einer nationalen Norm, nach der sich der regionale Gesetzgeber hätte richten können, zum Stocken.

Die Grenzen wurden in der Zwischenzeit durch das in Kraft getretene nationale Gesetz Nr. 135 vom 29/3/2001 gesetzt und die Einführung der lokalen Touristiksysteme öffnet neue Perspektiven in der Operativität und der ständigen Anpassung an die Anforderungen des Tourismusmarktes.

Die Einführung vollberechtigter Privatunternehmen stabilisiert und bestätigt das Angebot des Tourismus in Kampanien, indem den Operatoren der Touristikbranche eine kontinuierliche Aktivität und mehr Flexibilität in der Bewilligung der von den Tour-Operators gestellten Anforderungen und in der Aufnahme der einzelnen Touristen zugestanden wird.

   
 

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