Schlösser

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castel capuano 
via vincenzo muzj


Das Bauwerk wurde nach der naheliegenden antiken Porta „Capuana“ benannt, die auf die nach Capua führende Straße zeigte. Es wurde im 12.Jh. auf Anordnung des Normannen Wilhelm d’Altavilla (oder d’Hauteville) errichtet und nur ein Jahrhundert später von Karl von Anjou restauriert. Im Jahr 1484 gliederten die Aragonier den Bau in die Stadtmauer ein und gestalteten ihn in eine königliche Residenz um. Durch die Ausdehnung der Stadt verlor das Schloss seine militärische Bedeutung. Im 18. und 19.Jh. wurde diese Umwandlung noch deutlicher hervorgehoben. Mit Don Pedro de Toledo, Vizekönig von Neapel, wurde das Castel Capuano im Jahr 1540 zum Vikariat ernannt und diente dem Gericht als Sitz, eine Funktion, die es noch heute ausübt. Der weitläufige, rechteckige Hof, der von einem Portikus mit Pilastern gesäumt wird, bewahrt noch heute Elemente der mittelalterlichen Struktur und es wird vermutet, das bei weiteren Restaurierungen, die jedoch nicht dringend sind, da sich das Bauwerk in gutem Zustand befindet, weitere Elemente jener Epoche zum Vorschein kommen könnten. Das bedeutendste und interessanteste Ambiente ist die Cappella Sommaria, deren Wände sich mit Stuckdekorationen und Freskenmalereien aus dem 16.Jh von Pietro Ruviale schmücken, die Evangelische Szenen und das Jüngste Gericht abbilden. Bemerkenswert ist zudem der Saal des Berufungsgerichtes mit den Kunstwerken von Antonio Cacciapuoti aus dem 18.Jh. sowie der Saal der Büsten, der die Büsten des Fürstenforums von Neapel beherbergt.

 

 

 

 


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